Hallo ihr Lieben,
ein herzliches Dankeschön für die tolle Resonnanz zum elephant. Eure Kommentare haben mich sehr gefreut.
Zur Erinnerung: der DollQuilt Sew Along ist es, der zur Zeit meine Gedanken in Sachen Nähen bestimmt und grad nochmal meine letzten zwei Ufo-Aufarbeitungen stoppt.
Vom Grundstock, nämlich den genähten Betten auf dem Hintergrundstoff hab ich
hier schon erzählt. Die einzelnen, etwa 11 cm im Quadrat großen Quiltdecken habe ich vom Muster einfach gehalten, sie sind fertig und machten viel Spaß. Die Quilterei auf dem Hintergrundstoff habe ich auch schon erfolgreich erledigt. Jetzt fehlen noch die Puppen.
Ja die Puppen, die ja gar nicht zum eigentlichen Thema gehören, die ich mir aber wegen meines Gesamtprojekts selber eingebrockt habe, sind die echte Schwierigkeit. Was hab ich mir nur dabei gedacht?
Ich sag euch was, die haben es in sich! Was mach ich da eigentlich, frag ich mich des öfteren?
Und so zeige ich euch diesmal
Nähversuche, die nicht gelungen sind und die mittlerweile schon den Weg zum Mülleimer eingeschlagen haben. Ich werde sie aber nicht verheimlichen.
Der Reihe nach: ich brauch ja sechs an der Zahl. Wie üblich, wenn ich "in Serie" gehe, fertige ich zunächst einen Prototypen, um die praktische Umsetzbarkeit, die Brauchbarkeit und die Wirkung auszutesten. Der Rest ist dann ja Wiederholung und soll mir fix von der Hand gehen.
Also die Kleinen aus dem Anleitungsbuch hab ich versucht zu nähen. Keine Chance. Im Buch sieht die Arbeitsweise so logisch und leicht aus, aber: die sind so was von klein (ca. 12 cm), dass das Wenden nach dem Nähen bei mir eine Phobie verursacht. Den Kopf durch den Hals, die Arme und sogar noch Hände herausformen und dann soll das alles auch noch schön aussehen! Ich kann das jedenfalls nicht umsetzen. Dafür reicht meine Geduld nie!
Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die Holde total mißlungen ist (für das Gesicht und die Haare hatte ich da schon keinen Nerv mehr, ich wußte ja schon, dass das nicht brauchbar ist). Natürlich hätt ich das Malheur unterschlagen können, aber ich zeige euch gerne auch mal, wie schwer und wenig erfolgreich es manchmal sein kann.
Als nächstes hab ich kurz entschlossen (ähnlich meinem Stoffhasen aus den Babyquilts) einfach eine Fantasiepuppe ohne Anleitung in etwa 5 Minuten geschaffen. Es ging mir lediglich darum, die Umsetzbarkeit zu testen. Die Geduld ging mir einfach aus und ich wollte nicht nochmal ewig lang an einem Versuch arbeiten von dem ich ausging, dass er eh nicht tauglich ist. Ich brauchte aber ein schnelles Ergebnis und die Gewissheit, dass ich auch diese Möglichkeit ausschließen kann. So war es denn auch: konnte ich auch abhaken! Kann ja auch nicht anders sein, wenn man mit so einer Einstellung an die Sache rangeht, ich weiß ja!
Die Strubbelfrisur kann natürlich schöner gemacht werden, hat aber so für den grundsätzlichen optischen Eindruck, den ich für die spätere Arbeit brauche, gereicht.Jedenfalls waren meine Gedanken dann klarer. Meine Überlegungen wanderten in vermeintlich machbare Bereiche.
Neuer Versuch: Puppen, die aus Trikotstoff genäht werden, da gibt's weniger zu wenden, jedenfalls am Kopf. Erspart mir bitte Einzelheiten. Es war zwar besser zu nähen, aber nur in dieser Riesengröße.
Das sähe neben den kleinen Betten allenfalls aus wie Schneewittchen unter den Zwergen. Also auch nichts, deshalb blieb es auch unvollendet und wird den Weg der anderen Versuche gehen.
Jetzt starte ich zum letzten Versuch - die Zeit ist reif und endlich muss Schluss sein mit dem Probieren. Ich hab mich nochmal schlau gemacht, einiges an Fantasie dazu gemixt und zeige euch folgendes Ergebnis (erspart mir bitte Einzelheiten, Teile davon sind jedenfalls aus Schlauchverband). Eins kann ich hier schon zeigen, die weiteren fünf sind schon fast fertig.
Solche sechs Püppchen werden sich in die sechs Betten mit den klitzekleinen sechs Quiltdecken einkuscheln. Eigentlich schade, dass die bis zur Brust mit den Quiltdecken abgedeckt sind, also hätte es gar keine "ganze" Puppe sein müssen. Aber halbe Sachen ...?
Ach ja noch was: dass das die letzten selbstgenähten Püppchen meines Nähdaseins waren, ist ja wohl klar. Für mein Puppenquiltprojekt bin ich aber richtig froh, denn gekaufte wollte ich einfach nicht in die Betten legen. Und eine Herausforderung war es auf jeden Fall. Eins ist auch ganz sicher: beim nächsten SAL halte ich mich strikt ans Thema, ohne sonstige Kürarbeiten.
So long meine Lieben, bin schon gespannt auf die Ergebnisse meiner Quiltkolleginnen, die Sammlung wird
Cattinka am 29.2. zeigen und danach werde ich mein Gesamtwerk auch hier im Blog posten.
Übrigens: morgen bin ich im NYB-Kurs! Ich freu mich schon und werde natürlich berichten.
Bis dann
eure eSTe