Hallo ihr Lieben,
habt ihr euch neulich in die "Stoffspielereien" eingeklickt? Eine wunderschöne, monatlich stattfindende Ideensammlung zu einem vorher festgelegten Thema.
Das März-Thema war PopArt. Ines verwirklichte die Aufgabe in passender Muster- und Farbkombination mit einer interessanten Technik und sehr guter Erklärung und verwies zusätzlich noch per link zu einem Tutorial. Interleave nennt sich diese Art der Verarbeitung. Wieder mal was, wovon ich "hin und weg" war. Kannte ich nicht, hab ich noch nie gemacht. Klar, dass ich sofort weiter recherchierte. In zwei älteren Patchwork-Heften wurde ich auch noch fündig. Über's Osterwochenende konnte ich mich ausführlich einlesen.
Bevor wir zum Werdegang kommen,
gleichmal ein Foto vom Ergebnis im April-Schneegestöber
Nun zu den Details:
In den PP-Heften ist das Muster in kurvigen Linien (für Fortgeschrittene) beschrieben. Mir liegen sowieso eher geometrische Formen und für eine Testphase lachte mich Ines' Muster an. Allerdings nähte ich nicht auf Vlies, sondern nahm das Risiko auf mich, die Streifen direkt aneinanderzunähen.
Nachdem 4 Blöcke (= 2 Sets)
aus vier Stofffarben fertig waren, ging es an's sehr genaue Zuschneiden
- jeden Block in 1-inch-Streifen. Nicht minder genau müssen die
1-inch-breiten Streifen nun abwechselnd aneinander genäht werden. Dann
ergibt sich gut erkennbar ein attraktives Muster.
Aus zwei mach eins lautet die aberwitzige These!
(hier könnt ihr schon erkennen, dass nicht alles ganz akurat lief,
doch wenn es nicht direkt abwegig verläuft, wird das
in dem optischen Wirrwarr der Linien nicht sehr sichtbar)
Aus zwei identisch großen Blöcken, entsteht ein einziger,
dieser entspricht der Größe eines Blockes vor dem Zuschnitt.
Ihr fragt wie das funktioniert?
Wenn doch der ganze Block mit dem anderen "verkuppelt" wird?
Also: Wenn fortlaufend zwei 1-inch breite Streifen aneinander genäht werden, "verbrauchen" sich zwangsläufig pro Streifen zwei Nahtzugaben zu je 1/4 inch. Im Grunde ist es so, als würde einer dieser Streifen, den anderen "vertilgen". Alles klar?
Dann das gleiche Prozedere mit dem zweiten Set, den weiteren zwei Blöcken.
Es ist wahrlich nicht einfach, so extrem genau zu schneiden und zu nähen, dass es keine Abweichungen gibt. Besonders der zweite Block wurde schon "etwas schief", doch mit gut bügeln und minimalem Zuschnitt kriegte ich es doch noch einigermaßen hin. Es ist wohl besser nach den Anleitung von Ines direkt auf das zuvor angezeichnete Vlies zu nähen. Doch das bedeutet natürlich einen erheblichen Vorher-Aufwand.
Nun die Kombination der beiden entstandenen Blöcke
mit einigen Fotos, sogar im höchsten Schneegestöber
So weit, so gut! Jetzt habe ich ein fertiges Teil. Wie es damit weitergeht weiß ich noch nicht. Ein Tischläufer war angedacht, doch auf dem Tisch ist das alles zu unruhig und das Muster kommt nicht zur Geltung. Ihr wißt ja, im Planen bin ich nicht so gut. Meine Überlegungen beginnen erst wenn der Test ein positives Ergebnis zeigt. Schaun ma mal - so bin ich es ja gewohnt (lach).
"Feuer und Flamme" könnte meine Devise sein. Das "Feuer" begeistert, die "Flamme" näht und dann sollte die andauernde, knisternde "Glut" für den Fortgang sorgen. Das aktuelle Ergebnis ist somit der Einstieg in die "Glut". Ich werde berichten.
Habt ganz lieben Dank für eure lieben Kommentare, ich freu mich sehr über jeden eurer Besuche hier.
Liebe Grüße bis demnächst
eure eSTe
hier verlinke ich zu Ines/patchen und quilten, die mir diesen "Floh" ins Ohr setzte, es war mir eine Freude das zu probieren, danke dir.