Hallo ihr Lieben,
ganz lieben Dank an euch alle, die ihr meine Gedankenspielereien gelesen habt. Dabei habt ihr auch mit euren Gedanken um das Thema gespielt und das freut mich. Spielen ist auch der richtige Ausdruck dafür, denn ernst nehmen sollte man das alles sowieso nicht.
Die Überschrift zum heutigen Post hätte auch lauten können: eine typische Entstehungsgeschichte. Doch der Reihe nach, erst zeig ich euch das Ergebnis und dann erzähl ich die Geschichte dazu.
| so sollte es aussehen |
Und dann kam ganz unverhofft wieder eine ganz andere Idee in meine Gedankengänge.
Ich hatte ein mentales Lesezeichen gesetzt, als ich die Crosscut-Kissen genäht habe. Das noch ungeschnittene Streifenlayout gefiel mir damals so gut, dass ich mir vornahm, es irgendwann in dieser Form umzusetzen und eben nicht, wie für Crosscut üblich, zu zerschneiden.
Es ist ja ein ganz einfaches Nine-patch-Projekt und zunächst waren neun Quadrate mit den Maßen 61x61 cm aus dem grauen Stoff zuzuschneiden, den ich im Medaillon vernäht hatte. Der Stoff reichte genau dafür, nur noch verschieden breite Streifen blieben übrig.
Das ging relativ schnell, die 1"-Streifen wurden ebenfalls zugeschnitten und das abwechselnde nähen - schneiden - nähen ging auch flott. Doch dem Ende zu - es war nicht zu glauben - fehlte mir ein graues Quadrat! Ich war, was heißt war? ich bin mir immer noch sicher neun zugeschnitten zu haben, inklusive der dazu gehörenden Streifen.
In solchen Situationen schweift mein Blick ungläubig und forschend über mein Chaos. Gleichzeitig läuft in meinem Kopf schon ein Szenarium mit dem Thema: was ist wenn ... ab. Dann folgt eine Kreativpause mit einer Tasse Kaffee.
Das fehlende Quadrat war auch nach der Denkpause nicht aufzufinden. Alles schauen und suchen half nix. Das ist die Phase in der ich sehr schnell kompromißbereit werde.
Also erstmal die Bestände der in Frage kommenden Stoffe checken und überlegen:
- den grauen Reststoff zu einem genügend großen Quadrat stückeln? Eher nicht, die Nähte sind zu sehr sichtbar.
- aus mehreren der noch vorhandenen Restchen eine Mitte basteln? Eher nicht, würde zu unruhig wirken und den gewollten Effekt vermiesen.
- aus nur einem größten Reststoff dieses Medaillons ein Quadrat zusammen stückeln und mit grau auf die nötige Größe bringen? Das könnte klappen.
- welche Streifen einsetzen? Da hilft nur ausprobieren, welche am besten wirken.
Ein typisches Dilemma war entstanden - so ganz nach meiner Art. Das hab ich wieder mal sehr ausgereizt. All meine Kreativität war gefordert, daraus noch was brauchbares zu machen. Letztlich bin ich - wie immer - sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Doch mit sorgfältiger Arbeit könnte ich mir manche Überlegerei ersparen.
Und wehe, das verflixte Quadrat taucht nochmal auf!
Und hier das gesteckte Sandwich für die erste Quiltstufe. Ich werde mich schön langsam von der Mitte aus nach aussen durcharbeiten.
Sollte euch diese Methode des Quiltens interessieren ein Tipp von mir, besucht bei Nana einen Kurs im Freihandquilten.
Bei uns hielt heute der Winter Einzug. Die Schneewolken verdunkelten den Tag, dann hat Frau Holle zum ersten Mal in diesem Jahr die Betten ein wenig ausgeschüttelt.
Bin schon gespannt wie es morgen früh aussieht.
Ich wünsch euch einen guten Wochenstart
eure eSTe
verlinkt zu Modern Patch Monday




