Spruch


Hinweis:
Dieser Blog ist privat und wird in keinster Weise kommerziell genutzt. Hinweise/Links auf Shops, Stoffe, Muster, Anleitungen, Bücher etc. dienen der Information, womit ich mich beschäftige. Sie stellen somit in kommerziellem Sinne keine Werbung dar. Alle Materalien, die ich zur Herstellung meiner Projekte nutze, wurden und werden auch künftig von mir selbst bezahlt.

Wer will sucht Wege, wer nicht will, Gründe

Freitag, 15. Mai 2026

Lese-Nackenkissen, Restefest

Hallo ihr Lieben, 

schon zu Beginn meiner Nähzeit war "der Leseknochen" auf meiner Wunschliste. Die Bezeichnung hat mich damals schon gestört und ich kann mich auch heute nicht damit anfreunden, auch wenn die Form den Namen gibt - deshalb heißt er bei mir Lese-Nackenkissen (naja, ist auch nicht grad originell, aber was besseres fällt mir nicht ein :-))

Als Leseratte wurde es allerhöchste Zeit, dass ich mich dazu aufraffte. Aktuell animiert hat mich der diesbezügliche Blogbeitrag von Heike, Modewerkstatt ebenso wart ihr mir Vorbilder in Sachen Resteverwertung, all dies reichte für einen regelrechten Motivationsschub.

Die Stoffauswahl fiel nicht schwer, Reste sind ständig vorhanden, und schon tat die Nähmaschine was ich wollte. Ein erstes Ergebnis ließ nicht lang auf sich warten, so dass ich direkt im Anschluss weitere nähte. 

Blöd war, dass keine Füllwatte daheim war. Ich war schon am Bestellen, als mir einfiel, dass ich früher mal einige Kissen mit Poly-Füllung gekauft hatte. Den Inhalt konnte ich direkt dafür verwenden. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Bestand verringert, keine unnütze Bestellung und ich konnte sofort weiterarbeiten. Ihr wisst ja wie wichtig es ist, direkt dranzubleiben.

Verwendung fanden auch endlich zwei handgefärbte Stoffe mit Siebdruck-Motiven für die ich bisher kein geeignetes Projekt hatte. Auch diesmal hatte ich Skrupel die schöne Arbeit zu zerschneiden, aber Beutel,  Tischläufer oder kleine Kissen hab ich wirklich genug - aber keinen einzigen 'Leseknochen', das Wort geht halt doch leichter über die Lippen, ist geschmeidiger (lach).

So, genug geplaudert, jetzt zeig ich euch Fotos.

Habt ihr die Dinger jemals gewaschen?
Oder habt ihr dafür sogar extra Inletts und dann einen Überzug mit RV genäht?
Das erscheint mir doch sehr aufwändig!
 
 
 
Sehr zufrieden bin ich, dass ich anschließend die nun wirklich kleinen Reste gleich zu Squares geschnitten habe. Die Sammlung wächst.

 


 
Mal sehen was mich als nächstes "anspringt" - ich lass mich gern wieder von euch inspirieren ...

und wünsch euch bis dahin eine gute Zeit

 

eure  eSTe


Freitag, 8. Mai 2026

Nähen im Urlaub April 2026

Hallo ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Kommentare und auch für all eure super Ideen die mir auf meinen Blog-Spaziergängen wieder richtig Lust auf's Nähen geben. Nur mal so die letzten Anregungen: bei Heikes modewerkstatt-blog sehe ich einen Leseknochen, der schon sehr lang auf meiner Wunschliste steht und Nanusch, die nach längerer Blogpause wieder bei uns ist, hat eine tolle Staubhülle für ihre Sticki genäht und mich direkt auf eine Verwendungsidee für meine Dear-Jane-Blöcke gebracht.

Doch nun endlich, wie angekündigt und versprochen, a bißerl was über unseren Nähurlaub. Ein Maskottchen, das Maria für jede von uns mitgebracht hatte, war eine nette Begleitung durch die schönen Tage.

Ich war ja diesmal unsicher was ich da überhaupt nähen soll, ich bin/war sowas von aus der Übung. Schon lang vorher hatte ich ja nur im Sinn, Ordnung und dadurch eine Übersicht zu schaffen und deshalb nur noch Quadrate aus Resten geschnitten (damit bin ich beileibe noch lange nicht fertig). Da will ich auf jeden Fall weiter dran bleiben und dann mal sehen was letztlich daraus wird. Ich habe ja bisher noch nie so klassisch mit Squares gearbeitet.

Tja, und nun sollte ich also wieder mal "echt" was nähen.

Im Fundus fand ich auch richtig große Stoffe und konnte also an ein neues Top denken. Es ist ein Zick-Zack, in unregelmäßig zusammengenähten Streifen - es wird also wieder ein "moderner" Quilt. Ich habe die Streifen auf 13,5-inch große M12-Vliesteile aufgenäht (Quilt-as-you-go), die Blöcke dann in 12,5- inch-Größe schräg ausgeschnitten. Ich weiß gar nicht ob ich da noch ein Batting benutze oder nur noch den Rückseitenstoff anquilte. Die Decke soll nämlich nur ganz dünn, also sommerlich sein und eine gewisse Stabilität ist ja schon vorhanden.

 

Aus verschiedenen Stoffresten sind Taschenbeutel entstanden, für die maritimen Motive habe ich ganz altes, dichtes Leinen verwendet. Es handelt sich dabei um sog. "Strohsackleinen". Wißt ihr was das ist? Eben sehr dicht gewebtes Leinen, das vor sehr langer Zeit genutzt wurde um das Stroh auf dem man schlief, abzudecken oder einzufüllen - da piekste kein Strohhalm durch. Es stammt tatsächlich noch aus den Zeiten meiner Großeltern (so Anfang 1900).

Meine Janome tat sich richtig schwer sich durch die mehrfachen Lagen durchzubeißen, besonders bei den Henkeln musste ich da per Handrad durch. Jetzt haben diese Motive auch eine Verwendung gefunden. Ebenso entstanden zwei Kindereinkaufsbeutel mit Hirschmotiven, die viel Freude gebracht haben (das Größenverhältnis auf dem Foto stimmt nicht).

Alles was sonst noch an Kleinigkeiten entstand bzw. vorbereitet wurde würde hier den Rahmen sprengen, das zeige ich wenn wieder was davon ganz fertig ist. 

Vielmehr möchte ich auch Werke meiner Mitnäherinnen, die keinen Blog bestücken, zeigen.

Irmi (die früher auch einen Blog hatte) hat enorm viel Frühchenkleidung (so ab Größe 34) genäht und zum Ende hin noch zwei Mitnäherinnen begeistern können. Es entstanden sehr viele Bodys, Mützchen, Schuhe, Inkubatorbeutel etc.). Alles wird an eine "Sammelstelle" gegeben und dort können die Kliniken ihren Bedarf anfordern.

Dies nahm ich dieser Tage zum Anlass all meine Kinderstoffe zu sortieren und größtenteils für diesen Zweck abzugeben. Auf diese Weise wird sich mein Stoffbestand auch verringern und dank vieler ehrenamtlicher Näherinnen werden Eltern in sehr schwierigen Situationen Mitgefühl spüren.

Ein Experiment meinerseits durfte nicht fehlen: wieder eine unausgegorene Idee (irgendwo maschinell hergestellt entdeckt) von der ich nicht wußte, ob das funktioniert und zu einem tragbaren Ergebnis führt. Auch meine lieben Kolleginnen hatten Zweifel, hielten sich aber schlau abwartend mit ihrer Meinung zurück.

  

Ich sag euch gleich, dieses Projekt verringert den Restebestand ganz sicher nicht ;-))

Denn wie ihr sehen könnt, sind es "Stoff-Fetzen" die auf Soluvlies in einem Raster aufgenäht wurden, das nach Fertigstellung ausgewaschen wird. Nach einem ersten erfolglosen Ausprobieren bin ich strukturiert vorgegangen und hab den 150x30 cm großen Streifen zunächst mit einem lückenlosen Rand benäht, und anschließend die Teilchen in füßchenbreitem Abstand aufgenäht. Es war ehrlich gesagt eine mühsame Arbeit die mehrere Stunden gedauert hat - aber einmal angefangen wollte ich auch bis zum Ende durchhalten, obwohl ein Erfolg keineswegs sicher war. Seht selbst ...



Meine respektable Sammlung an Webkanten fand in der Gruppe eine Abnehmerin und so verringerte sich mein Restebestand ohne eigenes Zutun ;)). Wie schön ... 

 

 

 

Überhaupt waren meine Freundinnen viel aktiver als ich, es entstanden auch einige größere Tops und Anziehsachen und stellvertretend für alles hier noch eine Collage mit Werken der fleißigen Bienchen.

 

Wie immer wurden wir im Gasthaus gar nicht so weit weg von unserem Daheim kulinarisch verwöhnt und konnten uns im großzügigen Seminarraum locker ausbreiten und austoben. Direkt an einem kleinen See gelegen, waren auch  Spaziergänge eine willkommende Abwechslung - na gut, bei mir reichte es gerade mal zu einem Rundgang. Die 5 Tage vergingen sehr entspannt und angenehm, die Zeit konnte sich dehnen.

 

Eine wunderschöne Zeit wünsche ich euch

bis demnächst

eure  eSTe 



Sonntag, 3. Mai 2026

Salzzitronen/Teil 2

Hallo ihr Lieben,

vielleicht seid ihr schon neugierig was aus dem Ansatz der Salzzitronen geworden ist (s. letzter Blogbeitrag). Von Katrin/nealich bekam ich im Kommentar die Info, dass nach nur 3-5 Tagen noch kein Sirup entsteht - erst später im Laufe der Lagerung. Wie nett von ihr, denn ich hätte sonst bestimmt gedacht, irgendwas ist bei meiner Vorgehensweise falsch gelaufen.

Im übrigen war tatsächlich nach einer Nacht sehr viel Flüssigkeit entstanden, da brauchte ich nix "belöffeln" oder beträufeln.

Insgesamt ließ ich die Zitronen 6 Tage so am Fensterbrett stehen, schichtete sie dann im nächsten Schritt in Gläser um und stellte sie anschließend in den Kühlschrank. Die Ausbeute war ein volles und ein halb volles Glas.

 

 

Bei diesem wunderschönen heutigen Sonnenschein war Grillen angesagt und da sollten sie probiert werden. Die relativ dünn geschnittenen Zitronenscheiben waren "matschig weich" - so muss ich es sagen. Ein vorsichtiges, neugieriges Probieren so direkt aus dem Glas war ok, also salzig-zitronenfruchtsauer ;-D.

Ich hab dann das Fruchtfleisch abgetrennt (und nicht verwendet), denn es war besonders salzig. Die Schalen wurden in kleine Stücke geschnitten.

 

Da es keinen Fisch gab, entschied ich mich für folgende Zubereitung:
zu den Zitronenstückchen kam 1 Knoblauchzehe (gepresst), Petersilienbutter, gut Pfeffer und natürlich  k e i n  Salz. Es war also eine Kräuter-Zitronen-Butter, die ausgezeichnet zum Grillfleisch passte. Die dezente Säure der Zitronenstückchen war super. Dazu gab es neben dem Grillfleisch Kartoffeln, auf dem Backblech gebraten.
 

So, das halb gefüllte Glas ist leer. Demnächst werde ich eine Salsa zu Fisch ausprobieren, dann werde ich die Zitronenscheibenstücke in Olivenöl einlegen und noch einige mediterrane Kräuter druntermischen.
Das ganze ist sicher noch ausbaufähig - falls jemand von euch weitere Rezepte hat,
würde ich mich freuen, davon zu erfahren. Insbesondere möchte ich gerne wissen, ob auch der Sud verwendet werden kann und wofür (vllt im Salatdressing?).
 
Ansonsten warte ich jetzt, dass die Eisheiligen bald vorbei sind, denn in diesem Jahr habe ich Tomatenpflanzen aus Samen gezogen die nun eingesetzt werden wollen. Ich hab sie tagsüber schon nach draußen gestellt, doch auch nachts trau ich mich noch nicht. Es sind drei unterschiedliche Cocktailtomaten, wir lieben es, so im Vorbeigehen daran zu naschen.
 
 

 Zur gleichen Zeit gesät, gleichberechtigt gepflegt :-), ist es doch erstaunlich wie unterschiedlich groß die Pflanzen jetzt sind.
Außerdem hab ich ziemlich viel Phlox (Flammenblume) ausgesät, mittlerweile pikiert, doch so richtig groß sind die Jungpflanzen noch nicht, ob das in diesem Jahr noch zur Blüte kommt, wage ich zu bezweifeln. Es gibt ja schon welchen im Garten, ich mag ihn sehr gern, deshalb darf er ruhig in größeren Mengen vorhanden sein.
 


 

 

Es ist jetzt sowieso eine Pracht mit all den Frühlingsblühern, doch gut wäre es wenn jetzt mal so ein richtig ausgiebiger warmer Regen die Pflanzen verwöhnen würde.

Im nächsten Beitrag werde ich euch über meinen sehr erholsamen Nähurlaub und dem Fortschritt in der Verarbeitung meiner Reste erzählen

bis dahin ganz viele, liebe Grüße

 

eure  eSTe