Hallo ihr Lieben,
vielen lieben Dank für eure Kommentare und auch für all eure super Ideen die mir auf meinen Blog-Spaziergängen wieder richtig Lust auf's Nähen geben. Nur mal so die letzten Anregungen: bei Heikes modewerkstatt-blog sehe ich einen Leseknochen, der schon sehr lang auf meiner Wunschliste steht und Nanusch, die nach längerer Blogpause wieder bei uns ist, hat eine tolle Staubhülle für ihre Sticki genäht und mich direkt auf eine Verwendungsidee für meine Dear-Jane-Blöcke gebracht.Doch nun endlich, wie angekündigt und versprochen, a bißerl was über unseren Nähurlaub. Ein Maskottchen, das Maria für jede von uns mitgebracht hatte, war eine nette Begleitung durch die schönen Tage.
Ich war ja diesmal unsicher was ich da überhaupt nähen soll, ich bin/war sowas von aus der Übung. Schon lang vorher hatte ich ja nur im Sinn, Ordnung und dadurch eine Übersicht zu schaffen und deshalb nur noch Quadrate aus Resten geschnitten (damit bin ich beileibe noch lange nicht fertig). Da will ich auf jeden Fall weiter dran bleiben und dann mal sehen was letztlich daraus wird. Ich habe ja bisher noch nie so klassisch mit Squares gearbeitet.
Tja, und nun sollte ich also wieder mal "echt" was nähen.
Im Fundus fand ich auch richtig große Stoffe und konnte also an ein neues Top denken. Es ist ein Zick-Zack, in unregelmäßig zusammengenähten Streifen - es wird also wieder ein "moderner" Quilt. Ich habe die Streifen auf 13,5-inch große M12-Vliesteile aufgenäht (Quilt-as-you-go), die Blöcke dann in 12,5- inch-Größe schräg ausgeschnitten. Ich weiß gar nicht ob ich da noch ein Batting benutze oder nur noch den Rückseitenstoff anquilte. Die Decke soll nämlich nur ganz dünn, also sommerlich sein und eine gewisse Stabilität ist ja schon vorhanden.
Aus verschiedenen Stoffresten sind Taschenbeutel entstanden, für die maritimen Motive habe ich ganz altes, dichtes Leinen verwendet. Es handelt sich dabei um sog. "Strohsackleinen". Wißt ihr was das ist? Eben sehr dicht gewebtes Leinen, das vor sehr langer Zeit genutzt wurde um das Stroh auf dem man schlief, abzudecken oder einzufüllen - da piekste kein Strohhalm durch. Es stammt tatsächlich noch aus den Zeiten meiner Großeltern (so Anfang 1900).
Meine Janome tat sich richtig schwer sich durch die mehrfachen Lagen durchzubeißen, besonders bei den Henkeln musste ich da per Handrad durch. Jetzt haben diese Motive auch eine Verwendung gefunden. Ebenso entstanden zwei Kindereinkaufsbeutel mit Hirschmotiven, die viel Freude gebracht haben (das Größenverhältnis auf dem Foto stimmt nicht).
Alles was sonst noch an Kleinigkeiten entstand bzw. vorbereitet wurde würde hier den Rahmen sprengen, das zeige ich wenn wieder was davon ganz fertig ist.
Vielmehr möchte ich auch Werke meiner Mitnäherinnen, die keinen Blog bestücken, zeigen.
Irmi (die früher auch einen Blog hatte) hat enorm viel Frühchenkleidung (so ab Größe 34) genäht und zum Ende hin noch zwei Mitnäherinnen begeistern können. Es entstanden sehr viele Bodys, Mützchen, Schuhe, Inkubatorbeutel etc.). Alles wird an eine "Sammelstelle" gegeben und dort können die Kliniken ihren Bedarf anfordern.
Dies nahm ich dieser Tage zum Anlass all meine Kinderstoffe zu sortieren und größtenteils für diesen Zweck abzugeben. Auf diese Weise wird sich mein Stoffbestand auch verringern und dank vieler ehrenamtlicher Näherinnen werden Eltern in sehr schwierigen Situationen Mitgefühl spüren.
Ein Experiment meinerseits durfte nicht fehlen: wieder eine unausgegorene Idee (irgendwo maschinell hergestellt entdeckt) von der ich nicht wußte, ob das funktioniert und zu einem tragbaren Ergebnis führt. Auch meine lieben Kolleginnen hatten Zweifel, hielten sich aber schlau abwartend mit ihrer Meinung zurück.

Ich sag euch gleich, dieses Projekt verringert den Restebestand ganz sicher nicht ;-))
Denn wie ihr sehen könnt, sind es "Stoff-Fetzen" die auf Soluvlies in einem Raster aufgenäht wurden, das nach Fertigstellung ausgewaschen wird. Nach einem ersten erfolglosen Ausprobieren bin ich strukturiert vorgegangen und hab den 150x30 cm großen Streifen zunächst mit einem lückenlosen Rand benäht, und anschließend die Teilchen in füßchenbreitem Abstand aufgenäht. Es war ehrlich gesagt eine mühsame Arbeit die mehrere Stunden gedauert hat - aber einmal angefangen wollte ich auch bis zum Ende durchhalten, obwohl ein Erfolg keineswegs sicher war. Seht selbst ...

Meine respektable Sammlung an Webkanten fand in der Gruppe eine Abnehmerin und so verringerte sich mein Restebestand ohne eigenes Zutun ;)). Wie schön ...
Überhaupt waren meine Freundinnen viel aktiver als ich, es entstanden auch einige größere Tops und Anziehsachen und stellvertretend für alles hier noch eine Collage mit Werken der fleißigen Bienchen.
Wie
immer wurden wir im Gasthaus gar nicht so weit weg von unserem Daheim kulinarisch verwöhnt und konnten uns im großzügigen Seminarraum locker ausbreiten und austoben. Direkt an einem kleinen See gelegen, waren auch
Spaziergänge eine willkommende Abwechslung - na gut, bei mir reichte es
gerade mal zu einem Rundgang. Die 5 Tage vergingen sehr entspannt und
angenehm, die Zeit konnte sich dehnen.
Eine wunderschöne Zeit wünsche ich euch
bis demnächst
eure eSTe