Spruch


Hinweis:
Dieser Blog ist privat und wird in keinster Weise kommerziell genutzt. Hinweise/Links auf Shops, Stoffe, Muster, Anleitungen, Bücher etc. dienen der Information, womit ich mich beschäftige. Sie stellen somit in kommerziellem Sinne keine Werbung dar. Alle Materalien, die ich zur Herstellung meiner Projekte nutze, wurden und werden auch künftig von mir selbst bezahlt.

Wer will sucht Wege, wer nicht will, Gründe

Donnerstag, 17. März 2016

Apropos Puppen

Hallo ihr Lieben,

in einem früheren Leben, also vor geschätzt 15 Jahren,  hab ich  mal Porzellanpuppen gemacht. (Hab bei den Fotos noch eine Rechnung der Zubehörteile gefunden: es war 2002). Früheres Leben deshalb, weil ich mir zu der Zeit sicher nicht vorstellen konnte, jemals dem Patchworkvirus zu verfallen.
Und nachdem ich jetzt beim Puppenquilt SAL mit diesen kleinen Zwergen konfrontiert war, hab ich mich wieder an das selbst gewerkelte Pärchen erinnert. Ihr Dasein fristen die beiden nämlich seit längerer Zeit oben im Speicher. Sträflich vernachlässigt, aber gut abgedeckt. Wie das halt so ist, man kann ja nicht ständig alles um sich haben was man jemals gemacht hat. Meistens ist ja der Entstehungsprozess das Wichtigste.

Jedenfalls freuen sie sich sicher, wenn sie mal wieder unter uns sein dürfen und sogar "eine Bühne bekommen".

 

Ich hab auch noch einige Fotos aus der Herstellungsphase. Es ist halt nicht die beste Qualität, ich musste jetzt nämlich von Papierbildern abfotografieren. Ich weiß gar nicht, ob zur damaligen Zeit schon digital fotografiert wurde (Schande über mich - so was weiß man doch!).

Zunächst hat man ja die Porzellanrohteile, also Kopf mit Schulterplatte, Arme und Beine. Die Rohteile könnte man auch selbst gießen, aber das ging mir dann doch zu weit.
Jedenfalls werden die Teile mit Wasser und Schwamm etwas "angeweicht" damit man z. B. Finger, Nagelbett, Zehen, Gesichtszüge, Ohren, Lippen, Zähne etc. individuell herausarbeiten kann. Immer schön mit vorsichtigem Griff ohne zu viel Druck, denn solange das Porzellan nicht gebrannt ist, ist es extrem bruchempfindlich (später natürlich auch, aber dann werkelt man ja nicht daran rum). Wenn man Glück hat ist die Arbeit in so einem Bruchfall noch nicht so weit fortgeschritten, denn es beginnt alles wieder von vorn (geschweige denn, dass z. B. so ein Kopf ganz schön teuer ist). Hat man Pech ist  z. B. grad nur ein linker Arm in der richtigen Größe vorrätig, wenn der rechte bricht!






Die Haut wird grundiert/getönt, Rouge aufgetragen, mit allerfeinsten Pinseln die Augenbrauen Fingergelenkfältchen, Schatten da, wo sie hingehören, aufgezeichnet. Nach dem Brennen werden die Augen eingefügt, Wimpern geklebt. Der Körper wird genäht, mit Körperdraht verstärkt und mit Füllwatte o. ä. gestopft, Arme, Beine und Kopf daran befestigt. Und zwar so, dass sie auch beweglich sind. Den Kopf können die beiden ebenfalls drehen - natürlich nicht selbst!
Dann (Echthaar-)Perücke drauf, Haare ggf. schneiden, schön frisieren. Und schließlich kommt nur noch die selbstgenähte, -gestrickte Kleidung. Natürlich gibt es auch eine Riesenauswahl an Schuhen und sonstigen Accessoires. Die Auswahl ist enorm.









Zuerst hab ich dem Mädchen gewidmet, dann hab ich mich augenblicklich in den Jungen verliebt. Die schelmischen Gesichtszüge haben mich sofort vereinnahmt.

Ist das nicht ein schönes Pärchen?





 noch zwei Fotos von dem "drunter"
 


 Bei uns in Bayern würde man sagen: fesch san's, die zwoa!



Es war eine schöne Arbeit, alles in allem aber auch ein teures Vergnügen.

So mit zeitlichem Abstand betrachtet, erinnere ich mich immer noch sehr gern an den kreativen Teil der Arbeit.



Übrigens durften die beiden durchaus auch "bespielt", also auch aus- und angezogen werden; ich bin da nicht so empfindlich.
 
Vielleicht lass ich sie mal wieder eine zeitlang bei uns wohnen.

 

Ich danke euch für euer Interesse und wünsch euch eine schöne Zeit
bis zum nächsten Mal

eure eSTe
 

Sonntag, 13. März 2016

Pw-Messe Erding/ Eindrücke

Hallo ihr Lieben,

wieder war die Ausstellung in Erding ein Highlight. Etwa 120 herrliche und liebevoll genähte Kunstwerke gab es zu bestaunen und gerne lasse ich euch teilhaben.
Falls jemand sein  eigenes Werk erkennt, bitte schreibt mir, ich ergänze gerne die Fotos mit den Namen der Quilterinnen.

Und jetzt überlass ich euch die Fotos ohne eine bestimmte Reihenfolge auszuwählen (hin und wieder mit einer Anmerkung):












Babyquilt meiner Quiltfreundin Gabi (ohne Blog)


lustige Babylätzchen
einfallsreich: schön verzierte Jeanstaschen



Chenilletechnik


von meiner Quiltfreundin "faedchen.blogspot.de" gefertigt
NYB von meiner Quiltfreundin Manuela (ohne Blog)
 Auf der diesjährigen Messe präsentierte die Patchworkgilde Deutschland e.V. die Werke der Sonderausstellung "Logcabin 2015". Wie schön, dass bei dieser Technik der Fantasie keine Grenze gesetzt werden kann. Einige, wenige Beispiele:




 

Wunderschön und vor allem sehr interessant war auch die Sonderausstellung von artTextil e.V. "Textilreise von West nach Ost  Russland und seine Nachbarländer". Leider sind alle diese Fotos sehr unscharf geworden. Bitte schaut euch bei Interesse auf der webseite um.

Mit meiner Bilderflut hab ich euch einen kleinen Überblick geboten und natürlich hab ich auch einiges dort gegen meinen "schwindenden" Stoffbestand getan. Auf dass die Ideen gefüttert werden können.

wunderschöne Batiks
einen kleinen Reststoff, auf dem ...
mir die sehr plakativen ...
Meeresgetiere sehr gut gefallen haben
schwarz-weiß Stoffe
... und allerlei Kleinkram und ein tolles Heft.
So - das war's. Und jetzt wünsch ich euch einen sehr entspannten Sonntagabend und eine gute Woche.

eure eSTe

Montag, 7. März 2016

Krawattenkissen

Hallo ihr Lieben,

zu allererst möchte ich mich sehr herzlich für die vielen Besuche anläßlich des Puppenquilt-SAL und die außergewöhnlich vielen Kommentare diesbezüglich bedanken. Ich freu mich auch sehr, dass ich dank dieser tollen Aktion Einblicke in bisher unbekannte, sehr interessante Blogs erhalten habe und sogar neue Leserinnen zu mir fanden. Ich begrüße euch herzlich.

Und da hab ich doch neulich gemerkt, dass ich schon sehr lange Zeit keine Kissen mehr genäht habe. Wahrscheinlich war ich von dem Puppenquilt sowie dem Ufo-Abarbeitungs-Virus zu sehr in  Beschlag genommen.
Es ist schon so lang her, dass ich tatsächlich die Kissen-Näh-Routine verloren hatte, hab mich aber schnell wieder eingearbeitet.

Angesagt waren Kissen aus Krawatten mit Erinnerungswert. Einigen davon habe ich zu einem neuen Dasein verholfen. (Wer möchte, kann mein erstes dieser Art hier nochmal anschauen).


Es waren so effektvolle Binder dabei, dass ich die Details gar nicht aus dem Zusammenhang schneiden wollte (und das kommt bei Patchworkern äußerst selten vor!!), vor allem nicht den türkis-blauen. Und so dauerte die Überlegung, was und wie nähen, am längsten. Besonders in der Verbindungslinie zwischen feiner Seide und Baumwollstoff ging ich mutig vor. Es heißt doch so schön: dem Mutigen gehört die Stunde.

Da Seide doch etwas schwierig zum Verarbeiten ist, war es unbedingt nötig zu stabilisieren, sonst geht gar nichts mit präzisem Schneiden (Vlieseline H 200).

Ausgangslage
Das erwähnte türkis-blaue, also die bunte Unterwasserlandschaft, ist von der Farbgestaltung sicher etwas eigenwillig und passt nicht unbedingt in jedes Zimmer. Doch darauf kommt es in diesem Fall nicht an. Wichtig war mir jedenfalls, "das Design zu retten" und ein Plätzchen wird sich finden lassen.

 Während Kissen 2 bestimmt problemloser platziert werden kann.



die Rückseiten jeweils ...
... mit einem Mittelstreifen













Für das dritten Kissen mussten mehrere Krawatten dran glauben ich hab sie ganz simpel in Reihen genäht und die Seiten mit einem rot-schwarzen Zickzack-Stoff gerahmt ...

 ... den ich auch für die Rückseite längs und quer verwendet hab.

Natürlich hab ich noch weitere Krawatten in meinem Lager. Mal sehen was mir dazu noch einfällt.

Jetzt freu ich mich auf einen entspannten Spaziergang durch eure neuen Nachrichten und bleibe bis demnächst

 eure eSTe

verlinkt zu Krawattenkissen