Ich grüße euch, ihr Lieben ...
... ich bin zurück aus dem Nähurlaub ! Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, war es wunderschön und erfolgreich ! Von letzten Samstag vormittag bis heute (Mittwoch) nachmittag hatten wir uns in einem Hotel in Pelham (Nähe Chiemsee) eingemietet und dort im Tagungsraum genäht - genäht - genäht.
Nach und nach werde ich euch davon erzählen. Mein Gepäck bestand aus mehreren Nähprojekten, vor allem UFOs - und, soviel sei gesagt, ich konnte einiges abschließen. An allererster Stelle stand jedoch "The Lion".
Also berichte ich heute erstmal weiter über meinen Löwen. Wie ich schon anfangs sehen konnte, wird der ganz schön groß. Hätte ich natürlich ablesen können, hab ich aber nicht - ich hatte so meine eigene Vorstellung. Die Größe ist optimal für eine Decke, so brauch ich ihn nur noch mit wenig Rand ergänzen.
Tag 7 - Montag 25.09.
Diesen Abend habe ich damit verbracht, alle Teile (1-46) des ersten Abschnitts zusammen zu nähen. Es wurde zunehmend schwerer, denn das Papier machte alles ziemlich sperrig. Deshalb habe ich es so nach und nach entfernt, nur im Randbereich gelassen. Jetzt gefiel mir das ganze viel besser - es war wieder "richtiger Stoff" zu fühlen !
Schwierigkeiten hatte ich mit dem Entfernen der Nahtzugaben, da diese in den Ecken mehrfach eingenäht waren. Darüber habe ich mich mit Sandra/Die Hohenbrunner Quilterin unterhalten. Bei ihr hatte ich einen
Kurs im Papiernähen (NYB) und ihr habe ich es zu verdanken, dass ich jetzt so schöne Projekte nähen kann.

Sie hatte den großartigen Tipp für mich, das Papier der Nahtzugabe sofort nach dem Zusammennähen zu entfernen - logisch, dann wird es nicht so fest eingenäht. Außerdem kann ich viel besser sehen, ob die verschiedenen Spitzen gut aufeinander liegen. Ts, ts wie unbeholfen kann man den sein?
Jedenfalls hab ich einen ganzen Abend daran gearbeitet, also nichts aufbauend neues dazu genäht. Aber das gehört auch dazu.
Tag 8 - Samstag 28.10. (Pelham)
Teile 47-68
Jetzt konnte ich richtig loslegen, die nächsten Tage hatte nix anderes zu tun als in angenehmster Gesellschaft zu nähen. Der Beginn des Kopf-Oberteils war dran. Mittlerweile arbeite ich nicht in der Zahlenfolge, sondern fertige jeweils nacheinander das linke und gleich im Anschluss das identische rechte Teil. Hat den Vorteil, dass ich jeweils die gleichen Stoffe dafür brauche und sozusagen in kleiner Serie arbeiten kann. Die Stoffe liegen natürlich nicht bunt durcheinander, sondern werden nach jedem Teilstück zusammen gelegt und mit einem Spickzettel versehen, sodann aufgeräumt, damit sie ja nicht im Eifer des Gefechts verwechselt werden. Ordnung und Sorgfalt sind hier wirklich wichtig.
Am Ende des Tages konnte ich folgenden Stand an der Pinwand sehen
Tag 9 - Sonntag 29.10. (Pelham)
Teile 69-80 und 98-109
Nach einem ausgiebigen Frühstück wartete schon der nächste Abschnitt. Dieser Tag war extrem stürmisch, an einen Aufenthalt im Freien war nicht zu denken und deshalb blieb uns gar nix anderes übrig als zu nähen 😉 Am Abend wurde ich dann mit diesem Fortschritt belohnt:
Das war schon eine Aktion - an einem Tag beide Seitenteile ! Doch ihr wißt ja, wie sehr einen ein Wunsch anspornen kann.
Tag 10 - Montag 30.10. (Pelham)
Teile 81-97 und 110-126
An diesem Tag ging es in den Endspurt: Die beiden Augenpartien. Davor hatte ich den größten Respekt, denn diese Teile fordern extrem fieselige Papierarbeit und jede Menge Geduld und Gelassenheit.
Kaum vorstellbar, dass das zu einem brauchbaren Ergebnis führen kann.
Nicht denken - nur tun !
Deshalb gleich eine Gegenüberstellung zur bereits fertigen Augenpartie.
Und folgend das Ergebnis.
Am Dienstag, 31.10. war strahlender Sonnenschein und genau die richtige Hochstimmung für die letzen vier Nähte, die alle Einzelteile zu einem großen Ganzen vereinigten.
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| 150 x 150 cm |
Puuuhhhh - wie bin ich froh - und mir gefällt der Lion super gut !
Jetzt hab ich euch mit all meiner Begeisterung vom Anfang bis zum Finish an diesem Werdegang teilhaben lassen. Ich geb schon zu, dass es zeitweise anstrengend war. Doch ich wollte ja diesen Löwen und all meine Nähfreundinnen, die mit ebenso tollen Projekten beschäftigt waren, haben mein Durchhaltevermögen gestärkt. Danke euch allen.
Zum Abschluss zeige ich euch noch Fotos vom Pelhamer See direkt vor unserer Unterkunft. Sie sind vom einzigen sonnigen Tag. Am Morgen stieg der Nebel in der aufgehenden Sonne vom See auf und zauberte eine herrliche Stimmung.
Das ist jetzt fast ein bißchen viel geworden, ich hoffe, es ist euch nicht schwergefallen, durchzuhalten.
In den nächsten Tagen werde ich mich ganz neugierig auf euren Blogs umsehen, ich freu mich schon zu sehen was sich bei euch getan hat. Und demnächst zeige ich weitere Ergebnisse aus Pelham.
Liebe Grüße bis demnächst
eure eSTe