ich danke euch sehr, die ihr mir bei der Entstehung dieses Samplers während des ganzen Jahres eure Aufmerksamkeit geschenkt habt. Neben diesem 6K12B-SAL sind auch noch andere Dinge entstanden, doch heute gehört das Interesse dem ... - ja, wie nenn ich denn diesen Quilt? Ich hab mir noch gar keine Gedanken über den Namen gemacht.
Hmmm, ich muss direkt jetzt beim Schreiben eine Gedankenpause einlegen ...
Normalerweise liegt mir schon während des Nähens eine ganz typische Bezeichnung auf der Zunge. Diesmal: no name! Soll ich ihn etwa so nennen? Oh nein, da denkt man an Supermarkt. Nothing - but all? Das geht auch nicht - wo soll da das "nothing" sein?
Was hab ich gefühlt während des Nähens? Ich war immer begeistert und bereit, nähtechnisch Neuland zu betreten, ich fühlte keine Grenzen. Das ist es: no-limit, der Name passt!
Ganz anders als bei der Namensfindung war mir das Layout nach Fertigstellung der Blöcke relativ schnell klar. Es war mein Plan, die Blöcke so einzuteilen:
1. Reihe: drei Blöcke / 2.-4. Reihe: je zwei Blöcke / 5. Reihe: drei Blöcke = 12 Blöcke
Das ergab zwar eine interessante Sortierung, war aber von der Proportion unbrauchbar, zu lang, zu schmal, zu komprimiert. Die Idee, die Zwischenstreifen für die Länge wesentlich breiter als die Quer(zwischen)streifen zu nähen und dadurch die gewünschte Breite zu erreichen, löste das Problem überhaupt nicht.
Langer Rede kurzer Sinn, plötzlich sah ich es vor Augen: einfach die Blöcke unterschiedlich positionieren und mit "Leerblöcken" für die nötige Breite sorgen, die beim Quilting eine große Rolle spielen können. Ich werde die Blöcke hauptsächlich im Nahtschatten quilten und die Leerblöcke "modern" füllen, vielleicht in den Farben der Blöcke: grün, dunkelrot und anthrazit - oder gänzlich zurückhaltend in weiß. Die Garnfarbe ist noch unausgegoren, das Muster schon im Kopf.
Jetzt aber fix zum Foto des fertigen Tops:
| 140 x 185 cm - Hintergrundstoff Moda Grunge |
Jetzt könnt ihr euch auch ein Bild davon machen, warum ich den Stoff für den Ohio-Star so "gemäßigt" ausgesucht habe. Die beiden Blöcke in der untersten Reihe finde ich ziemlich dominant. Deshalb sollte der dazwischen liegende zurückhaltend gefüllt werden.
Die vier Eckblöcke sind die einzigen, die durch den dunklen Stoff ziemlich "blockmäßig" aussehen. Deshalb mussten sie unbedingt in den Ecken platziert werden, sie markieren quasi "die Grenzen". Bei allen anderen fließt der Blockhintergrund in den Hintergrundstoff ein. Nicht, dass ich das von Anfang an so geplant hätte, es hat sich glücklicherweise so ergeben. :-))
Den Ohio hab ich übrigens so sorgfältig gearbeitet wie keinen der anderen. Er war für mich was besonderes, denn ein Jahr lang haben diese regelmäßigen Nähaufgaben mit Überraschungseffekt mir Freude gebracht. Und im letzten Block bündelt sich diese gesammelte Freude und trotzdem wirkt er sehr leicht.
Ein Jahr ist doch normalerweise eine lange Zeitspanne. Anfangs dachte ich, oje, das geht viel zu langsam bis da 12 Blöcke fertig sind. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass ich mich nicht zu sehr auf den zeitlichen Verlauf konzentrieren möchte, denn mit dieser Zeit läuft auch das Leben und viele wunderschöne Dinge passieren, hin und wieder auch weniger schöne (die sich GsD in engen Grenzen halten), aber alle haben ihre Berechtigung, be- und geachtet zu werden. Und so ist diese monatliche Näherei eine Freude von vielen geworden. Und das Jahr ist vergangen und war insgesamt sehr gut. Daran wird mich dieser Quilt immer erinnern.
Die fertigen Quilts der Initiatorinnen des tollen SAL könnt ihr wie folgt aufrufen:
Dorthe
Nadra
Verena
Andrea
Katharina
Gesine beschließt den Reigen der 6 Köpfe, die uns so viel Freude und Informationen gebracht haben und denen ich herzlich danke. Ich freu mich schon sehr auf Januar, denn das neue Jahr bringt wieder einen Überraschungs-SAL der "fabSix".
Ich danke euch für die Begleitung und für all die Inspirationen die ich während des Jahres auch von allen Mitnäherinnen erhalten habe
eure eSTe
verlinkt zu Gesine und Modern Patch Monday