Spruch


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Dieser Blog ist privat und wird in keinster Weise kommerziell genutzt. Hinweise/Links auf Shops, Stoffe, Muster, Anleitungen, Bücher etc. dienen der Information, womit ich mich beschäftige. Sie stellen somit in kommerziellem Sinne keine Werbung dar. Alle Materalien, die ich zur Herstellung meiner Projekte nutze, wurden und werden auch künftig von mir selbst bezahlt.

Wer will sucht Wege, wer nicht will, Gründe

Sonntag, 26. November 2017

Medaillon-Quilt - eine moderne Rückseite


Hallo ihr Lieben,

ganz lieben Dank an euch alle, die ihr meine Gedankenspielereien gelesen habt. Dabei habt ihr auch mit euren Gedanken um das Thema gespielt und das freut mich. Spielen ist auch der richtige Ausdruck dafür, denn ernst nehmen sollte man das alles sowieso nicht.

Die Überschrift zum heutigen Post hätte auch lauten können: eine typische Entstehungsgeschichte. Doch der Reihe nach, erst zeig ich euch das Ergebnis und dann erzähl ich die Geschichte dazu.



so sollte es aussehen
Ich hatte vor, einen schon länger liegenden, unspektakulären Stoff für die Medaillon-Rückseite zu verwenden (den zeig ich hier gar nicht). So nach dem Motto: Hauptsache Rückseite!
Und dann kam ganz unverhofft wieder eine ganz andere Idee in meine Gedankengänge.
Ich hatte ein mentales Lesezeichen gesetzt, als ich die Crosscut-Kissen genäht habe. Das noch ungeschnittene Streifenlayout gefiel mir damals so gut, dass ich mir vornahm, es irgendwann in dieser Form umzusetzen und eben nicht, wie für Crosscut üblich, zu zerschneiden.

Es ist ja ein ganz einfaches Nine-patch-Projekt und zunächst waren neun Quadrate mit den Maßen 61x61 cm aus dem grauen Stoff zuzuschneiden, den ich im Medaillon vernäht hatte. Der Stoff reichte genau dafür, nur noch verschieden breite Streifen blieben übrig.
Das ging relativ schnell, die 1"-Streifen wurden ebenfalls zugeschnitten und das abwechselnde nähen - schneiden - nähen ging auch flott. Doch dem Ende zu - es war nicht zu glauben - fehlte mir ein graues Quadrat! Ich war, was heißt war? ich bin mir immer noch sicher neun zugeschnitten zu haben, inklusive der dazu gehörenden Streifen.

In solchen Situationen schweift mein Blick ungläubig und forschend über mein Chaos. Gleichzeitig läuft in meinem Kopf schon ein Szenarium mit dem Thema: was ist wenn ... ab. Dann folgt eine Kreativpause mit einer Tasse Kaffee.



Das fehlende Quadrat war auch nach der Denkpause nicht aufzufinden. Alles schauen und suchen half nix. Das ist die Phase in der ich sehr schnell kompromißbereit werde.

Also erstmal die Bestände der in Frage kommenden Stoffe checken und überlegen:
- den grauen Reststoff zu einem genügend großen Quadrat stückeln? Eher nicht, die Nähte sind zu sehr sichtbar.
- aus mehreren der noch vorhandenen Restchen eine Mitte basteln? Eher nicht, würde zu unruhig wirken und den gewollten Effekt vermiesen.
- aus nur einem größten Reststoff dieses Medaillons ein Quadrat zusammen stückeln und mit grau auf die nötige Größe bringen? Das könnte klappen.
- welche Streifen einsetzen? Da hilft nur ausprobieren, welche am besten wirken.

Ein typisches Dilemma war entstanden - so ganz nach meiner Art. Das hab ich wieder mal sehr ausgereizt. All meine Kreativität war gefordert, daraus noch was brauchbares zu machen. Letztlich bin ich - wie immer - sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Doch mit sorgfältiger Arbeit könnte ich mir manche Überlegerei ersparen.
Und wehe, das verflixte Quadrat taucht nochmal auf!

Und hier das gesteckte Sandwich für die erste Quiltstufe. Ich werde mich schön langsam von der Mitte aus nach aussen durcharbeiten.


Zu Beginn habe ich nur die Mitte bis zum ersten roten Rand gesteckt, der Rest interessiert noch nicht. Wenn ich bis dorthin gequiltet habe, stecke ich weiter.

Sollte euch diese Methode des Quiltens interessieren ein Tipp von mir, besucht bei Nana einen Kurs im Freihandquilten.













Bei uns hielt heute der Winter Einzug. Die Schneewolken verdunkelten den Tag, dann hat Frau Holle zum ersten Mal in diesem Jahr die Betten ein wenig ausgeschüttelt.


Bin schon gespannt wie es morgen früh aussieht.

Ich wünsch euch einen guten Wochenstart

eure eSTe


verlinkt zu Modern Patch Monday







Donnerstag, 23. November 2017

Sind Ideen schon Ufos? Gedankenspielereien



Hallo ihr Lieben,

ihr werdet euch denken, was soll diese Überschrift denn bedeuten? Ich möchte es euch erklären:

Beim Abbau meiner unfertigen Objekte kam mir verschiedenes in den Sinn.
In meinem Post zu dem Thema habe ich vier "echte" Ufos mit langen Liegezeiten aufgezählt. Die habe ich tatsächlich alle (Strippy II, Wundertüte, Amish Saw Tooth und Babyquilt) fertig.






Es bleiben Projekte, die "eigentlich" schon fertig gestellt werden könnten:

- Medaillon
- Der Löwe - beide warten auf's Quilten

- mehrere Kissenpatten
- bald das Top aus dem SAL 6K12. Das Layout steht und ist schon mit einer Lücke für den letzten Block am 1.12. zusammen genäht.
Die sind noch relativ neu, aber definitiv unfertig und sollten schnellstmöglich fertig werden. Sie liegen sozusagen auf der Quilt-Halde.


Langzeitprojekte, die sich auch schon längere Zeit hinziehen, die "eigentlich" auch schon fertig sein könnten, wie
- NYB
- Tanuki (Handnäharbeit)
aber an denen ich halt nur sehr sporadisch arbeite.



- in die Kategorie Langzeitprojekt stecke ich auch den Triangles QAL, der ja einem nicht beeinflussbaren Terminplan unterliegt.


Weiter gibt es eine sog. Zwischenstufe. Das sind Projekte, die nur grad so angefangen sind, bei denen ich aber noch nicht richtig eingestiegen bin. Das sind einige!! Denn immer wenn ich eine neue grandiose Idee habe - neue Ideen sind immer grandios! -, halte ich es nicht aus und muss ausprobieren. Ich sichte mein Stofflager, suche aus ohne genau zu überlegen, ob der Stoff auch reicht und beginne. Da hab ich noch gar keinen Plan. Erstmal ganz locker ausprobieren und für den Fall, dass mehr draus wird bin  ich ganz zuversichtlich, dass auch bei zu wenig Stoff meine Fantasie ausreicht, was draus zu machen. Wenn ich das so überlegend vor mich hinschreibe, könnte ich das ganze auch "improvisieren" nennen.

Das ist doch komplett wirr !! Ich gebe zu, es stört mich (aber nur etwas), denn ich kann nie was neues anfangen und dabei sagen: ok - ich hab ja sonst nix rumliegen.
Dabei handelt es sich nicht nur um große Projekte, auch die kleinen attraktiven Dinge, die mich auf meinen Streifzügen im Internet behexen, zählen dazu. Ich beginne - aber ohne Zeitplanung - nur mal so "zwischendurch". Sowas ist doch dann kein Ufo! Oder?
Das muss ich mir "schönreden". Ich betrachte es als praktische Ideen-Sammlung. Dafür hab ich ja mittlerweile drei Projektmappen und davon könnte ich noch mehr gebrauchen.



In dieser Zwischenstufe habe ich aktuell mindestens 5-6. Ich möchte gar nicht so genau wissen wie viele es sind. Aber natürlich schwirren sie im Kopf rum und sagen - ich bin auch noch da, wann machst du mir mir weiter. War das ernst gemeint mit mir? Wird das noch mal was mit uns?

Der Konkurrenzkampf um meine Nähgunst ist groß!
Das bedeutet aber auch, dass ich die "Hoheitsgewalt" über die Nähabfolge habe - und das ist auch gut so.

Ich stelle abschließend fest, es ist alles nur eine Frage der Definition 😊😏 Deshalb sind das keine Ufos, sondern lediglich - wie schon gesagt - die praktische Ideen-Sammlung. Und somit werde ich dieser wichtigen Kategorie auch ein eigenes Label gönnen.

In diesem Sinne wünsche ich weiter frohes, gemütliches und kreatives Schaffen, vielleicht hab ich einigen von euch aus der Seele gesprochen

eure eSTe


Sonntag, 19. November 2017

Triangles QAL 7. Block

Einen schönen guten Abend wünsch ich euch, ihr Lieben,

es ist grad mal 18:00 Uhr und schon stockdunkel draußen. Daran muss ich mich wirklich noch gewöhnen, gefühlt ist es schon Nacht. Und schon jetzt, am 19. November denke ich an den 21. Dezember, denn da beginnt sich die Tageshelligkeit wieder zu verlängern ;))) Zwar sehr langsam, aber das Gefühl ist schon ok.

Jedenfalls bringt die geringere Aktivität im Freien wegen des nasskalten Wetters mehr Gemütlichkeit im Stübchen. Und so hab ich heute mit viel Vergnügen den 7. Block des Bernina-Triangles-QAL genäht, den Brigitte Heitland bereits am Freitag hier eingestellt hat.

Sie hatte zwei Vorgehensweise zur Auswahl gestellt: traditionell mit exakt zugeschnittenen Dreiecken oder mit der Paper Piecing Methode. Letztere habe ich gewählt, vor allem weil ich die Genauigkeit nicht dem Zufall überlassen wollte. Grad ist mir nicht so nach konzentriertem genau Nähen. (Das wär jetzt wohl eine gute Gelegenheit die "freie Schneidtechnik" auszuprobieren - doch ich fürchte, auch da geht's genau).

Sechs Dreiecke sind zu nähen, hier mein Ergebnis:






Und als das geschafft war, dachte ich: warum die tollen Dreiecke nicht mal zu Weihnachtsbäumen verarbeiten? Sie bieten sich doch direkt dafür an! Mit geeignetem Stoff und noch ein Stamm dran sollte das was werden. Gesagt, getan.
Da hat mich zum ersten Mal in meinem Leben das Näh-Weihnachtsfieber  gepackt. Zu Beginn dieses Jahres hab ich relativ günstig einige kleine Stücke Weihnachtsstoff gekauft und die luden mich jetzt ein. Aber was daraus machen? Ich mag nicht so gerne Tischläufer und -decken, auch MugRugs locken mich nicht. Und so kam es, wie so oft, zum Kissennähen. (Ich glaub, es bleibt mir nicht erspart, eines Tages einen Kissenstand auf einem Hobbymarkt aufzubauen.)

Natürlich sind sie noch nicht ganz fertig - bisher habe ich drei Kissenpatten fertig und die Bäume für weitere zwei genäht. Wenn die komplett fertig sind, heb ich den restlichen Weihnachtsstoff für den nächsten Winter auf. Fünf sind definitiv genug.


Der Hintergrundstoff ist ein sehr heller Moda Grunge mit Lichteffekten. Den find ich gerade für so festliche Arbeiten sehr geeignet.

Jetzt gönn ich mir noch einen kleinen Spaziergang durch eure Blogs und danke euch recht herzlich, dass ihr euch für meine Nähereien interessiert und so lieb kommentiert.
Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine angenehme Woche

eure eSTe

 gerne verlinke ich zu Modern Patch Monday