Spruch


Hinweis:
Dieser Blog ist privat und wird in keinster Weise kommerziell genutzt. Hinweise/Links auf Shops, Stoffe, Muster, Anleitungen, Bücher etc. dienen der Information, womit ich mich beschäftige. Sie stellen somit in kommerziellem Sinne keine Werbung dar. Alle Materalien, die ich zur Herstellung meiner Projekte nutze, wurden und werden auch künftig von mir selbst bezahlt.

Wer will sucht Wege, wer nicht will, Gründe

Sonntag, 2. August 2026

Nackenkissen, gedreht

Hallo ihr Lieben,

die Nackenkissen, die ich im letzten Post gezeigt habe und die ihr so nett kommentiert habt - danke dafür - finden Anklang.

Es gibt aber noch eine weitere Variante, nämlich das sog. "gedrehte" Nackenkissen, das ich unbedingt nähen wollte. Die Hitze in meinem Dachnähzimmer stellte und stellt eigentlich noch immer eine unüberwindliche Barriere dar. Doch irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und ich nutzte eine klitzekleine, einigermaßen erträgliche Hitzeschwäche aus. ;-))

Natürlich ist das Kissen nicht in sich selbst gedreht, es ist der Bezug der spiralförmig ummantelt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr es schon gesehen oder auch genäht habt.  

Anleitung und Schnittmuster dafür gibts frei im Internet downzuloaden. Es gibt auch einen Hinweis, Urheber und Quelle zu nennen (Fadenspannung - Britta Stachlys).

Es gibt drei Größen. Samstags hab ich die Schnittmuster ausgeschnitten und passend zusammengeklebt. Am Sonntag (Fussball-WM-Endspiel) war es tagsüber noch ganz schön heiß und trotzdem wollte ich einen, nur einen !  (den größten), wenigstens zuschneiden. Dann - ihr wißt Bescheid - hab ich ihn fertiggenäht. Meine Neugierde war zu groß.

Allerdings fand ich ihn ganz schön mächtig, deshalb musst ich gleich den mittelgroßen testen.

Und letztlich geht es gar nicht, in einer größenmäßigen 3-er-Kombi den kleinsten zu ignorieren. Und so ist also an einem Tag das ganze Sortiment entstanden. Ich hab dazu als Grundstoff Leinen verwendet, gefüllt wurde mit Polyester aus sehr günstigen IK..-Kissen.

 




Diese Variante geht mir viel leichter von der Hand als der übliche Leseknochen und ehrlich gesagt, gefällt mir diese Form besser, sie fühlt sich für mich in der mittleren Größe auch bequemer an.

Zudem ist ein Lesekissen immer eine willkommene Zugabe zu einem Buchgeschenk.

 

 

 

 

 

Ansonsten tut sich wenig bei mir, Ruhe geben und viel lesen, so lautet meine Devise.
Der Garten liegt "brach", gegossen wird nur was unbedingt nötig ist.
Der Rasen, der nie einer war, sondern "nur" eine Wiese, ist mittlerweile verbrannt.
Doch alles wird sich erholen, da bin ich mir sicher.
Zwei Wolkenbrüche haben die Wasserfässer und die Zisterne gefüllt, das ist schon mal gut. 
 
 
Sehr selten treibe ich mich auf YouT... herum, deshalb war es ein glücklicher Zufall als ich auf der Suche nach einer Crossbag auf ein schon älteres Video von Verena/einfach bunt stieß, in dem sie höchst detailliert die einzelnen Nähschritte für eine "Haralson" zelebrierte (das muss ich jetzt so nennen). Den Schnitt bestellte ich postwendend bei ihr, es gab ihn tatsächlich noch.
 
Und jetzt ist euch sicher klar womit ich mich demnächst beschäftige ;-). Ich hoffe nur, dass ich das Video wiederfinde, obwohl: es müsste sich auch ohne nähen lassen. (Werbung ohne Vorteilsnahme).
 
Im übrigen möchte ich euch herzlich für all eure super guten Blog-Beiträge bedanken. Ich bin gerade nicht die eifrigste im Selberschreiben, es tut mir sehr gut bei euch allen zu lesen und hin und wieder kann ich auch kommentieren. In Gedanken bin ich bei euch und genieße einfach. Danke.

Herzliche Grüße und eine gute Zeit, bis demnächst

 eure eSTe

  

Freitag, 15. Mai 2026

Lese-Nackenkissen, Restefest

Hallo ihr Lieben, 

schon zu Beginn meiner Nähzeit war "der Leseknochen" auf meiner Wunschliste. Die Bezeichnung hat mich damals schon gestört und ich kann mich auch heute nicht damit anfreunden, auch wenn die Form den Namen gibt - deshalb heißt er bei mir Lese-Nackenkissen (naja, ist auch nicht grad originell, aber was besseres fällt mir nicht ein :-))

Als Leseratte wurde es allerhöchste Zeit, dass ich mich dazu aufraffte. Aktuell animiert hat mich der diesbezügliche Blogbeitrag von Heike, Modewerkstatt ebenso wart ihr mir Vorbilder in Sachen Resteverwertung, all dies reichte für einen regelrechten Motivationsschub.

Die Stoffauswahl fiel nicht schwer, Reste sind ständig vorhanden, und schon tat die Nähmaschine was ich wollte. Ein erstes Ergebnis ließ nicht lang auf sich warten, so dass ich direkt im Anschluss weitere nähte. 

Blöd war, dass keine Füllwatte daheim war. Ich war schon am Bestellen, als mir einfiel, dass ich früher mal einige Kissen mit Poly-Füllung gekauft hatte. Den Inhalt konnte ich direkt dafür verwenden. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Bestand verringert, keine unnütze Bestellung und ich konnte sofort weiterarbeiten. Ihr wisst ja wie wichtig es ist, direkt dranzubleiben.

Verwendung fanden auch endlich zwei handgefärbte Stoffe mit Siebdruck-Motiven für die ich bisher kein geeignetes Projekt hatte. Auch diesmal hatte ich Skrupel die schöne Arbeit zu zerschneiden, aber Beutel,  Tischläufer oder kleine Kissen hab ich wirklich genug - aber keinen einzigen 'Leseknochen', das Wort geht halt doch leichter über die Lippen, ist geschmeidiger (lach).

So, genug geplaudert, jetzt zeig ich euch Fotos.

Habt ihr die Dinger jemals gewaschen?
Oder habt ihr dafür sogar extra Inletts und dann einen Überzug mit RV genäht?
Das erscheint mir doch sehr aufwändig!
 
 
 
Sehr zufrieden bin ich, dass ich anschließend die nun wirklich kleinen Reste gleich zu Squares geschnitten habe. Die Sammlung wächst.

 


 
Mal sehen was mich als nächstes "anspringt" - ich lass mich gern wieder von euch inspirieren ...

und wünsch euch bis dahin eine gute Zeit

 

eure  eSTe


Freitag, 8. Mai 2026

Nähen im Urlaub April 2026

Hallo ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Kommentare und auch für all eure super Ideen die mir auf meinen Blog-Spaziergängen wieder richtig Lust auf's Nähen geben. Nur mal so die letzten Anregungen: bei Heikes modewerkstatt-blog sehe ich einen Leseknochen, der schon sehr lang auf meiner Wunschliste steht und Nanusch, die nach längerer Blogpause wieder bei uns ist, hat eine tolle Staubhülle für ihre Sticki genäht und mich direkt auf eine Verwendungsidee für meine Dear-Jane-Blöcke gebracht.

Doch nun endlich, wie angekündigt und versprochen, a bißerl was über unseren Nähurlaub. Ein Maskottchen, das Maria für jede von uns mitgebracht hatte, war eine nette Begleitung durch die schönen Tage.

Ich war ja diesmal unsicher was ich da überhaupt nähen soll, ich bin/war sowas von aus der Übung. Schon lang vorher hatte ich ja nur im Sinn, Ordnung und dadurch eine Übersicht zu schaffen und deshalb nur noch Quadrate aus Resten geschnitten (damit bin ich beileibe noch lange nicht fertig). Da will ich auf jeden Fall weiter dran bleiben und dann mal sehen was letztlich daraus wird. Ich habe ja bisher noch nie so klassisch mit Squares gearbeitet.

Tja, und nun sollte ich also wieder mal "echt" was nähen.

Im Fundus fand ich auch richtig große Stoffe und konnte also an ein neues Top denken. Es ist ein Zick-Zack, in unregelmäßig zusammengenähten Streifen - es wird also wieder ein "moderner" Quilt. Ich habe die Streifen auf 13,5-inch große M12-Vliesteile aufgenäht (Quilt-as-you-go), die Blöcke dann in 12,5- inch-Größe schräg ausgeschnitten. Ich weiß gar nicht ob ich da noch ein Batting benutze oder nur noch den Rückseitenstoff anquilte. Die Decke soll nämlich nur ganz dünn, also sommerlich sein und eine gewisse Stabilität ist ja schon vorhanden.

 

Aus verschiedenen Stoffresten sind Taschenbeutel entstanden, für die maritimen Motive habe ich ganz altes, dichtes Leinen verwendet. Es handelt sich dabei um sog. "Strohsackleinen". Wißt ihr was das ist? Eben sehr dicht gewebtes Leinen, das vor sehr langer Zeit genutzt wurde um das Stroh auf dem man schlief, abzudecken oder einzufüllen - da piekste kein Strohhalm durch. Es stammt tatsächlich noch aus den Zeiten meiner Großeltern (so Anfang 1900).

Meine Janome tat sich richtig schwer sich durch die mehrfachen Lagen durchzubeißen, besonders bei den Henkeln musste ich da per Handrad durch. Jetzt haben diese Motive auch eine Verwendung gefunden. Ebenso entstanden zwei Kindereinkaufsbeutel mit Hirschmotiven, die viel Freude gebracht haben (das Größenverhältnis auf dem Foto stimmt nicht).

Alles was sonst noch an Kleinigkeiten entstand bzw. vorbereitet wurde würde hier den Rahmen sprengen, das zeige ich wenn wieder was davon ganz fertig ist. 

Vielmehr möchte ich auch Werke meiner Mitnäherinnen, die keinen Blog bestücken, zeigen.

Irmi (die früher auch einen Blog hatte) hat enorm viel Frühchenkleidung (so ab Größe 34) genäht und zum Ende hin noch zwei Mitnäherinnen begeistern können. Es entstanden sehr viele Bodys, Mützchen, Schuhe, Inkubatorbeutel etc.). Alles wird an eine "Sammelstelle" gegeben und dort können die Kliniken ihren Bedarf anfordern.

Dies nahm ich dieser Tage zum Anlass all meine Kinderstoffe zu sortieren und größtenteils für diesen Zweck abzugeben. Auf diese Weise wird sich mein Stoffbestand auch verringern und dank vieler ehrenamtlicher Näherinnen werden Eltern in sehr schwierigen Situationen Mitgefühl spüren.

Ein Experiment meinerseits durfte nicht fehlen: wieder eine unausgegorene Idee (irgendwo maschinell hergestellt entdeckt) von der ich nicht wußte, ob das funktioniert und zu einem tragbaren Ergebnis führt. Auch meine lieben Kolleginnen hatten Zweifel, hielten sich aber schlau abwartend mit ihrer Meinung zurück.

  

Ich sag euch gleich, dieses Projekt verringert den Restebestand ganz sicher nicht ;-))

Denn wie ihr sehen könnt, sind es "Stoff-Fetzen" die auf Soluvlies in einem Raster aufgenäht wurden, das nach Fertigstellung ausgewaschen wird. Nach einem ersten erfolglosen Ausprobieren bin ich strukturiert vorgegangen und hab den 150x30 cm großen Streifen zunächst mit einem lückenlosen Rand benäht, und anschließend die Teilchen in füßchenbreitem Abstand aufgenäht. Es war ehrlich gesagt eine mühsame Arbeit die mehrere Stunden gedauert hat - aber einmal angefangen wollte ich auch bis zum Ende durchhalten, obwohl ein Erfolg keineswegs sicher war. Seht selbst ...



Meine respektable Sammlung an Webkanten fand in der Gruppe eine Abnehmerin und so verringerte sich mein Restebestand ohne eigenes Zutun ;)). Wie schön ... 

 

 

 

Überhaupt waren meine Freundinnen viel aktiver als ich, es entstanden auch einige größere Tops und Anziehsachen und stellvertretend für alles hier noch eine Collage mit Werken der fleißigen Bienchen.

 

Wie immer wurden wir im Gasthaus gar nicht so weit weg von unserem Daheim kulinarisch verwöhnt und konnten uns im großzügigen Seminarraum locker ausbreiten und austoben. Direkt an einem kleinen See gelegen, waren auch  Spaziergänge eine willkommende Abwechslung - na gut, bei mir reichte es gerade mal zu einem Rundgang. Die 5 Tage vergingen sehr entspannt und angenehm, die Zeit konnte sich dehnen.

 

Eine wunderschöne Zeit wünsche ich euch

bis demnächst

eure  eSTe